
Die vergangenen zwei Jahrzehnte meiner Laufbahn haben gezeigt, wie schnell sich unsere Branche verändert. Neue Plattformen, Programmiersprachen und Frameworks entstehen, andere verschwinden wieder oder verlieren an Bedeutung.
Die ersten elf Jahre meiner Laufbahn verbrachte ich im Produktgeschäft. Dort reicht es nicht aus, auf Kundenanforderungen zu reagieren. Erfolgreiche Produkte müssen technologische Entwicklungen früh erkennen, neue Möglichkeiten erschließen und Anforderungen antizipieren, bevor sie vom Markt eingefordert werden. Der häufige Wechsel von Plattformen, Programmiersprachen und Frameworks war deshalb kein Selbstzweck, sondern Teil des Berufs. Sich effizient in neue Technologien einzuarbeiten und ihren praktischen Nutzen realistisch einzuschätzen, gehört seitdem zu meinem Handwerkszeug.
Heute liegt mein Schwerpunkt im JavaScript-Ökosystem – insbesondere mit TypeScript, React und Node.js. Einen besonderen Fokus bilden dabei Micro-Frontend Architekturen. Ergänzend setze ich auf containerisierte Laufzeitumgebungen, WebAssembly zur Integration performanter nativer Komponenten sowie LangChain für AI-gestützte Anwendungen. Die Möglichkeit, Frontend, Backend, AI-Integration und Tooling mit einer gemeinsamen Sprache – und teilweise sogar einer gemeinsamen API – zu entwickeln, sorgt für einen durchgängigen Entwicklungsprozess und reduziert unnötige Reibungsverluste.
Meine beruflichen Wurzeln liegen in der systemnahen Entwicklung mit C und C++ unter Win32. Mit der Zeit verlagerte sich mein Schwerpunkt in das Java-Ökosystem – von Desktop-Anwendungen über Streaming-Server bis hin zu Microservices auf Basis von Spring Boot, MicroProfile und klassischen Java-EE Systemen.
Grundsätzlich bin ich technologieoffen. Wenn eine Aufgabe besser mit Go, Zig, Python oder einer anderen Sprache gelöst werden kann, sollte genau diese eingesetzt werden, sofern im Team die Skills vorhanden sind bzw. der zügige Einstieg möglich ist.
Programmiersprachen und Frameworks sind Werkzeuge - entscheidend ist, dass sie die Entwicklung unterstützen und nicht unnötige Komplexität erzeugen. Komplexität sollte sich aus der fachlichen Problemstellung ergeben, nicht aus dem Tech-Stack selbst.
Hin und wieder ergeben sich interessante Aufgaben, bei denen sich eine zeitnahe Lösung nicht unmittelbar aus Lehrbüchern oder etablierten Mustern ableiten lässt. Auch die Analyse von Performance-Problemen, das Aufspüren schwer reproduzierbarer Fehler oder das schrittweise Verstehen komplexer Systeme gehören für mich zu den spannendsten Herausforderungen der täglichen Arbeit.
Ebenso wichtig wie das Erarbeiten neuer Themen ist für mich deren verständliche Vermittlung. Ich eigne mir Wissen systematisch an, strukturiere es und bereite es so auf, dass unterschiedliche Zielgruppen schnell einen Zugang finden. Präsentationen verstehe ich dabei nicht als Foliensatz, sondern als Werkzeug, um komplexe Sachverhalte verständlich zu machen und typische Rückfragen bereits im Vorfeld mitzudenken. Dieses strukturierte Vorgehen hilft mir ebenso im technischen Support und bei beratenden Aufgaben.
Software-Entwicklung und Kundenberatung in einer großen Bundesbehörde mit den Schwerpunkten Frontend-Integration, JS-Tooling, Prototyping und Build Pipelines
Enabling von Entwicklungsteams, Steigerung der Developer Experience durch besseres und schnelleres Tooling
Gründung einer internen Community of Practice für Frontend-Entwicklung und JavaScript, Erarbeitung eines Lernpfads
Führen von fachlichen Interviews mit Bewerber*innen
Agile Entwicklung (Scrum) von Projekten im Bankenumfeld mit den Schwerpunkten Java, Spring Boot und Oracle SQL
Finden und implementieren kreativer Out of the box Lösungen für das Testen von Altsystemen und das Herbeiführen spezieller Testbedingungen
Maßgebliche Beteiligung sowie leitende Entwicklung an zahlreichen Projekten und innovativen Features einer führenden Sprachlernsoftware in Europa unter zeitkritischen Rahmenbedingungen
Einsatz zahlreicher State of the Art Technologien und Tools im Wandel der Zeit, beginnend mit nativen Windows Applikation bis hin zu einer Cloud Plattform mit Web und Mobile Clients sowie Live Training
Einbringung eigener Interessen neben der Software-Entwicklung, etwa für Content Pipelines sowie Video und Audio Processing
Studienschwerpunkte: Multimediale Systeme, Wissensverarbeitung, Rechnernetze und verteilte Systeme
Abschluss mit Diplomarbeit bei Thomson in Hannover, Gesamtnote: 1.3